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 Einträge: 20 | Aktuell: 19 - 15Neuer Eintrag
 
19


Name:
Dr. Waldemar Marsetz (info@wmarsetz.de)
Datum:Sa 29 Okt 2016 17:10:10 CEST
Betreff:Bürgerversammlung und Bericht in Süddeutscher Zeitung (vom 28.Oktober 2016)
 

Wer bei der diesjährigen Bürgerversammlung dabei war, mag sich über den dazu erschienenen Artikel in der SZ wundern. 500 Bogenhausener seien anwesend gewesen, und "In der Bürgerversammlung hatten die Befürworter des Standortes Klimapark die Mehrheit". Leider unterschlägt der Artikel, dass die Mehrheit nur winzige 5 Stimmen betrug. Das Ergebnis einer Abstimmung zu einer Zeit als sich die Reihen bereits deutlich gelichtet haben gepaart mit einer hauchdünnen Mehrheit ist ein Zufallsprodukt mit Null Aussagekraft.

Nachdem man wohl annehmen darf, dass bei einer Bürgerversammlung Teilnehmer aus der näheren Nachbarschaft des Veranstaltungsortes überrepräsentiert sind, überrascht das Abstimmungsergebnis.
Eigentlich hätte man erwarten dürfen - nachdem die Bürgerversammlung erstmalig und bewusst von der Helen-Keller-Realschule an das WHG verlegt wurde - dass sich eine deutliche Mehrheit der Teilnehmer für den Neubau am Salzsenderweg ausspricht. Insbesondere, nachdem noch kurz vor der Abstimmung die Lokalpolitik mit einem eindringlichen Plädoyer die Anwesenden nochmals von der einzig möglichen Lösung ( WHG am Salzsenderweg) zu überzeugen suchte.

Alles Pustekuchen - falls man aus der Abstimmung überhaupt etwas herausinterprätieren kann, dann, dass die Bürger sehr zerrissen sind. In der Politik sind das immer die ungünstigsten Bedingungen um etwas stabil und im sozialen Frieden voranzubringen. Unweigerlich kommt einem die sehr knappe Entscheidung der Briten zum Brexit in den Sinn. Spätestens jetzt wäre es für die Lokalpolitik an der Zeit eine Lösung zu suchen, die bei den Bürgern eine deutliche Mehrheit findet.

 
 
18


Name:
Fritz Balletshofer (Fritz.Balletshofer@gmx.de)
Datum:So 23 Okt 2016 20:00:19 CEST
Betreff:Politische Willfährigkeit?
 

Es ist frustrierend festzustellen, dass die Stadt München ihr eigentlich gutes städtebauliches Konzept für einen nicht notwendigen Schnellschuss einfach über den Haufen wirft. Das städtebauliche Konzept der Stadt München sieht für die Stadtviertel eine Aufteilung in laute Hauptverkehrswege und verkehrsberuhigte zentrale Parkanlagen vor. Im Fall des Fidelioparks handelt es sich ebenfalls um einen verkehrsberuhigten Innenraum (Parkanlagen) der den Bürgern und deren Kindern einen naturnahen Rückzugraum und Naherholungsgebiet bieten soll.
Dieses Konzept wird nun durch einen städtebaulichen Schnellschuss konterkariert. Den Neubau des Hausenstein-Gymnasium hat die Stadt jahrelang verschleppt und die Hinweise von zahllosen besorgten Eltern einfach wegignoriert. Jetzt wo die Verhältnisse am alten Hausenstein-Gymnasium nicht mehr haltbar sind, versucht man sich durch einen wenig geeignete Befreiungsschlag schnellst möglich von diesem Versäumnis zu befreien. Es wird nicht das bestgeeignete Grundstück gewählt sondern das, auf das der einfachste Zugriff zu besteht – es muss ja schnell gehen, was in den meisten Fällen auch für Pusch steht.
Wer sich nicht vorstellen kann, wie ein Gymnasium eine Grünanlage und das umliegend Wohngebiet verkehrstechnisch belastet (Argument es bleibt ja noch genug Park übrig) möge sich morgens ab halb Acht einmal vor ein Gymnasium stellen. Gymnasien mit ihren doch weiteren Einzugsgebieten müssen verkehrstechnisch günstig liegen und nicht wie hier in einer abgelegenen Randlage. Idealerweise sind sie mit einer U-Bahn erschlossen, wie das auch bisher der Fall ist. Im Fall des neuen Hausenstein-Gymnasium müssten die Erschliessung mit öffentlichen Verkehrsmitteln massiv nachgerüstet werden. Darauf sind vorhandenen Verkehrswege aber nicht vorbereitet. Planerisch handelt es sich um eine massive Fehlleistung die nur der schnellen Umsetzung geschuldet ist.
Darf man von einer Stadt wie der Stadt München nicht eine sorgfältige Evaluierung der Grundstückssituation erwarten? Die Stadt hat alle Möglichkeiten an einem sinnvolleren Standort das erforderliche Baurecht zu schaffen.
Ja, ich befürworte Bildung und den Neubau des Gymnasiums, aber ich bin der Auffassung, dass gerade der Neubau eines Gymnasiums auf der Basis rationaler und wohl abgewogener Entscheidungen stehen sollte und nicht auf Basis von politischer Willfährigkeit.

 
 
17


Name:
Andreja Ruppert (andreja@onlinehome.de)
Datum:Mo 17 Okt 2016 11:44:39 CEST
Betreff:"Bildungswut"
 

Ein paar friedliche Gedanken zu dieser "Bildungswut":
Ja, Bildung ist wichtig, vielleicht sogar wichtiger denn je. Dazu gehört unbedingt gute Literatur. Viele Menschen, die bis heute in den Genuss von guter Bildung gekommen sind, haben schon als Kinder und Jugendliche viel gelesen. Sicher waren und sind da immer noch so beliebte und preisgekrönte Titel dabei, wie etwa Die kleine Raupe Nimmersatt, Michel aus Lönneberga, Oh, wie schön ist Panama, Heidi, Pu der Bär, Wir Kinder aus Bullerbü, Das kleine Gespenst, Jim Knopf und die Wilde 13, Alice im Wunderland, Peter Pan, Der kleine Prinz, Pippi Langstrumpf, Oliver Twist, Der kleine Hobbit, Die Abenteuer des Huckleberry Finn, Das fliegende Klassenzimmer, Emil und die Detektive, Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen, Unten am Fluss, Krabat, Momo, Die unendliche Geschichte u.v.m.
Vielleicht hat nach dieser kurzen Aufzählung jetzt der eine oder andere auch die vielen Bilder von Abenteuer, Freundschaft, Fairness, Liebe und Verständnis für Mensch, Tier und Natur, also dem Sinn des Lebens im Kopf. Und diese würde ich gern fragen, ob irgendeine dieser Geschichten vom großen Abenteuer Gymnasium, Studium und Karriere erzählt? Wenn ja, dann stimmt mit meiner Erinnerung was nicht. Aber wenn nicht, ist dann die Frage gestattet, wie es sein kann, dass diese gebildeten Menschen, die einen kleinen Park, eine der letzten grünen Oasen im immer enger zugebauten München für ein Gymnasium opfern möchten, die ganzen Geschichten und Abenteuer und vor allem den Sinn dahinter vergessen haben? Denn dass sie ihn als Kinder und Jugendliche noch sehr wohl wahrgenommen haben, für Gerechtigkeit und den Schutz Hilfsbedürftiger eingestanden sind und die Natur, Tiere wie Pflanzen wertgeschätzt haben, steht doch wohl außer Frage. Ich als Mutter verstehe sehr wohl, dass man sich um die Zukunft seiner Kinder sorgt. Aber ich weiß auch, nicht zuletzt aufgrund vieler dieser Literatur, dass Karriere und Geld nicht ausreichen, um ein glücklicher und wertvoller Mensch zu werden. Wenn dem so wäre, müssten wir es sonst nicht konsequenterweise sehr begrüßen, wenn die Amerikaner demnächst keine Frau zur Präsidentin wählen ?
Deshalb frag ich: Ist ein in aller Hektik geplantes Gymnasium es wirklich wert, eins der letzten kleinen Stückchen Natur im Viertel dafür zu opfern? Wenn ja, dann würde ich dafür plädieren, Kindern und Jugendlichen diese Literatur nicht mehr ans Herz zu legen. Ihr wollt Eure Kinder doch nicht traurig wissen, auch wenn sie mal so groß sind wie ich - oder?
Jemand nannte es "Eine Abwägung zwischen zwei Kröten" - ich bin mir sicher, bei Astrid Lindgren wäre eine davon giftig gewesen...

 
 
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Name:
Tania Albrecht (tania.albrecht@gmail.com)
Datum:Do 29 Sep 2016 21:42:16 CEST
Betreff:Umwelt- und Klimaschutz
 


Sehr geehrte Frau Rivero,

wütend zu sein ist Ihr gutes Recht, aber richten Sie Ihren Unmut doch bitte gegen die richtige Stelle, nämlich die Stadtvertreter Münchens. Seit mindestens 10 Jahren weisen die Mitglieder der Bezirksausschüsse immer wieder auf die Missstände im WHG hin und bitten um Erweiterung/Restaurierung/Neubau. Passiert ist auf Grund von Bequemlichkeit, Unfähigkeit oder einfach auch reinem Desinteresse nichts. Und nun, da es wirklich eng wird und die Zustände gar nicht mehr vertretbar sind, soll eine Kurzschlussentscheidung gepaart mit einer undurchdachten Hauruck-Aktion eine adäquate Lösung sein? Wahrscheinlicher ist, dass hier eine historische Fehlentscheidung getroffen wird.

Da Sie kein Teil unserer Initiative sind und sich offensichtlich auch nicht die Mühe machen wollen, mit uns ins Gespräch zu gehen, ist es verständlich, dass Sie uns und unser Anliegen falsch einschätzen. Möglicherweise kennen Sie so etwas nicht, aber es gibt durchaus Menschen, die sich völlig uneigennützig für eine gute Sache, in dem Fall Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. Nebenbei bemerkt, 67% unserer Mitglieder sind keine direkten Anwohner des Parks, 44% Eltern schulpflichtiger Kinder.

Abschließend empfehle ich Ihnen, sich mit dem Thema "Umwelt- und Klimaschutz" anhand diverser Analysen und Gutachten, die Sie als Links auf unserer Homepage finden auseinanderzusetzen. Danach dürfte Ihnen klar sein, dass Lärmschutz unser aller kleinstes Problem ist. Im übrigen haben auch Menschen, die über das schulpflichtige Alter hinaus sind Rechte, insbesondere auf saubere Luft und grüne Naherholungsgebiete.

Mit freundlichen Grüßen
Tania Albrecht

 
 
15


Name:
Martina Reichenauer (Martina.Reichenauer@gmail.com)
Datum:Do 29 Sep 2016 21:18:19 CEST
Betreff:1400 Menschen irren???
 

Sehr geehrte Frau Riviera,
denken Sie wirklich, es geht hier um den Lärm?
Wir wollen den Erhalt des Dirtparks, des SBZ's und daß der Kindergarten nicht plötzlich neben einer Durchgangsstraße ist.
Sie sollten sich wirklich informieren, wie wichtig dieser Grünzug für die Stadt München und ihre Bewohner ist, bevor Sie solche Unterstellungen von sich geben!
Alternative Standorte gäbe es durchaus, ohne die Natur so zu zerstären.
Ausserdem wird in Riem ebenfalls ein Gymnasium gebaut (Bogenhausener Anzeiger vom 28.9.3016).

Freundliche Grüße
Martina Reichenauer

 
 


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